Oksana Lyniv – Die erste Dirigentin am Bayreuther Festspielpult

Sie gilt als „Paradebeispiel für die neue Generation von Dirigentinnen“ (Nürnberger Nachrichten), als „Powerfrau“ (DW) –
die Ukrainerin Oksana Lyniv sorgt für Begeisterung, wo auch immer sie auftritt. In diesem Jahr ist sie eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Bayreuther Festspiele: als erste Dirigentin am Festspielpult. 

2004 gewann Oksana Lyniv den dritten Platz beim Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb der Bamberger Symphoniker – der Startschuss für ihre internationale Karriere. Es folgten Stationen an den renommiertesten Opernhäusern der Welt, darunter das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, wo sie ab Mai 2017 die Vorstellungsserie von „Der fliegende Holländer“ leitete. 2019 dirigierte sie Puccinis „Tosca“ an der Deutschen Oper Berlin. Noch im selben Jahr debütierte sie mit „Pique Dame“ am Staatstheater Stuttgart.

Neben ihrer Dirigentinnentätigkeit setzt sich Oksana Lyniv intensiv für die Förderung junger Talente klassischer Musik in der Ukraine ein. 

2016 gründete sie das Ukrainische Jugendsymphonieorchester, das Youth Symphony Orchestra of Ukraine (YsOU), das bereits mehrfach beim Festival junger Künstler Bayreuth zu Gast war. Für ihre wertvolle und intensive Arbeit wurde sie von der Stadt Lemberg als Ehrenbotschafterin ausgezeichnet und zählt laut FOUCS zu den „100 einflussreichsten Frauen der Ukraine“. In diesem Jahr erhielt das Youth Symphony Orchestra of Ukraine den Mozartpreis, vergeben von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V.

Oksana Lyniv ist eine bemerkenswerte Frau, die nicht nur mit ihrer Musik begeistert. Als erste Dirigentin am Festspielpult wird sie in die Bayreuther Festspielgeschichte eingehen – und ein Vorbild für all diejenigen sein, die ihr folgen werden.

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